Weniger Emissionen, mehr Haltung
CO₂-Bilanz 2024 bei aurum:media
Was wir erfasst haben – und was das für uns bedeutet
Wir haben kürzlich rückwirkend für das Jahr 2024 erstmals unseren jährlichen CO₂-Ausstoß systematisch erfasst. Ziel war es, einen belastbaren Überblick zu bekommen: Wo entstehen bei uns Emissionen und in welcher Größenordnung? An welchen Stellen können wir gezielt nachjustieren?
aurum:media ist eine Designagentur mit vier festen Mitarbeitenden und weiteren freien Kräften nach Bedarf. Wir arbeiten überwiegend digital – mit einem Büro in München und einem Homeoffice-Anteil von rund 25 %. Die Bilanzierung haben wir intern durchgeführt, orientiert am gängigen Standard des GHG Protocol.
Ergebnis
Unser Gesamtausstoß für 2024 beträgt 1,43 Tonnen CO₂e.
Aufgeteilt auf vier Mitarbeitende ergibt das 0,36 Tonnen CO₂e pro Person und Jahr. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen im Dienstleistungsbereich. Die Bilanz zeigt: Unsere täglichen Abläufe verursachen insgesamt nur geringe Emissionen. Das liegt zum Teil an bewussten Entscheidungen, etwa zur Energieversorgung oder zur IT-Nutzung, aber auch an strukturellen Faktoren wie kurzen Arbeitswegen, Homeoffice und dem Verzicht auf Dienstreisen.
Aufschlüsselung der Emissionen
Die Bilanz gliedert sich in drei Bereiche:
1. Scope 1 – Direkte Emissionen
Unsere einzige relevante Quelle ist die Gas-Therme in der Agentur. Wir nutzen Biogas, laut Anbieter nicht bilanziell klimaneutral. Aus dem tatsächlichen Verbrauch ergeben sich ca. 1,15 Tonnen CO₂e.
2. Scope 2 – Eingekaufter Strom
Wir beziehen seit Jahren 100 % zertifizierten Ökostrom. Dadurch ergibt sich kein zusätzlicher CO₂-Ausstoß für diesen Bereich.
3. Scope 3 – Indirekte Emissionen
Dazu zählen unter anderem IT-Hardware (Mac Minis, Monitore), gelegentliche Druck-Muster sowie die Mobilität der Mitarbeitenden. Diese kommen meist mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zur Arbeit. Auch unser Anteil an Homeoffice wurde berücksichtigt. Insgesamt ergibt das ca. 0,28 Tonnen CO₂e.
Einordnung
Der wichtigste Befund: Unsere Emissionen sind sehr niedrig. Das liegt unter anderem daran, dass
- Geschäftsreisen auf ein Mindestmaß reduziert werden,
- kaum fossile Energieträger zum Einsatz kommen,
- der Strom bilanziell emissionsfrei ist,
- Geräte und Hardware langfristig genutzt werden,
- Arbeitswege emissionsarm sind oder durch Homeoffice entfallen,
- papierbasierte Prozesse weitgehend reduziert wurden,
- und Daten überwiegend intern gespeichert werden, statt auf externe Cloud-Dienste zuzugreifen.
Viele unserer Entscheidungen werden dadurch bestätigt, etwa die digitale Dokumentation und die reduzierte Flächennutzung im Büro.
Nächste Schritte
Trotz der niedrigen Werte sehen wir weitere Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Bilanz:
- Reduktion von Ausdrucken durch verstärkten Einsatz digitaler Abstimmungen. Physische Muster sollen nur noch bei finalen Druckfreigaben eingesetzt werden.
- Bessere Erfassung indirekter Emissionen – z. B. durch Dienstleister, Printproduktion oder projektbezogene Mobilität.
- Optimierung von Energiesparroutinen: Bei Infrastruktur wie Server und Netzwerkhardware prüfen wir, ob sich nächtliche Standby-Phasen gezielter steuern lassen.
- Präzisere Dokumentation von Scope‑3-Emissionen, insbesondere bei externen Leistungen und Materialien.
- Entwicklung eines internen Leitfadens, der Kriterien für energie- und ressourcenschonende Entscheidungen nachvollziehbar macht.
Fazit
Diese CO₂-Bilanz hat uns gezeigt, wie gering unser Ausstoß tatsächlich ist. Und dass dennoch Handlungsspielräume bestehen. Für uns ist das ein sinnvoller Ausgangspunkt, um Umweltwirkungen durch unser Wirken künftig noch systematischer mitzudenken.



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